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Rückschau - Heimatfreunde Hohen Neuendorf e.V.

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17.01.2020
Geschichten von beiden Seiten der Mauer
Veranstaltung der Heimatfreunde Hohen Neuendorf e.V. im Ratssaal Hohen Neuendorf

Etwa 80 Interessierte fanden sich auf Einladung der Heimatfreunde Hohen Neuendorf am 17. Januar im Ratssaal Hohen Neuendorf ein, um den Erinnerungen von Zeitzeugen aus Ost und West zu lauschen. Beleuchtet wurde ausführlich das Leben mit Grenze und Mauer. Alles in allem eine Abfolge von Geschehnissen, die heute grotesk und unvorstellbar wirken, damals aber bitterer Ernst waren. Nicht zu vergessen die vier hiesigen Maueropfer, darunter die 18jährige Marienetta. Zynisch klangen die Worte eines Bewachers bei der Einlieferung der Schwerverletzten in das Krankenhaus: „Von mir aus könnt ihr sie gleich in den Keller fahren …“
Ein weites Feld nahmen die Erlebnisse des Westberliners Wolfram Sternbeck ein. Einige Ohrfeigen kassierte ein DDR-Grenzer dafür, einem französischen Gendarmen untersagen zu wollen, sich auf die damals brusthohe Mauer zu stützen. Desweiteren kam u.a. der tollkühne Grenzdurchbruch einer Ärztin mittels PKW zur Sprache. Einen Überblick über die Situation in Hohen Neuendorf gab Matthias Salchow, mit kritischem Blick auf das Treiben der Grenztruppen. So mißbrauchten jene öffentliche Waldgebiete für Geländeübungen und verseuchten den Rotpfuhl mit ihrer untauglichen Kläranlage. Auch erinnerte Salchow an das Fest zur Grenzöffnung im Februar 1990 mit reichlich Alkohol. Zur besonderen Situation im Grenzgebiet sprachen Karin Lejeune und Frank Ahrens, weitere Beiträge lieferten Peter Weber, Axel Schwenzow sowie Eckard Michalak.
Nach zweieinhalb Stunden endete diese Reise in die Vergangenheit.
Matthias Salchow
Heimatfreunde Hohen Neuendorf e.V.
 
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